Volkssternwarte Laupheim e.V. Planetarium Laupheim Pressemitteilung Beobachtungsabende im Februar Jugendliches Einhorn LAUPHEIM (tf) – Bei den öffentlichen Beobachtungsabenden der Laupheimer Sternwarte steht im Februar das Sternbild Einhorn im Mittelpunkt. Das Fabeltier steht inmitten der Milchstraße und bietet Beobachtern eine Reihe von prächtigen Sternhaufen und Gasnebeln. „300 Jahre sind ein recht jugendliches Alter für ein Sternbild“, sagt Henri Ullrich von der Sternwarte Laupheim. Denn im Gegensatz zum Einhorn sind die meisten Sternformationen am Himmel tausende von Jahren alt. Das Fabeltier kam jedoch erst mit Sternkarten im 17. Jahrhundert ans Firmament.Obwohl es mitten am Wintersternhimmel steht, direkt neben dem prachtvollen Orion, ist das Sternbild fast völlig unbekannt. Ullrich weiß warum: „Leider besteht das Einhorn nur aus leuchtschwachen Sternen“. Dennoch ist es für den Beobachtungsleiter der Sternwarte  lohnend, die Teleskope auf dieses Himmelsareal zu richten. Da das Einhorn von der Milchstraße durchzogen wird, lassen sich dort nämlich eine Reihe von Gasnebeln und Sternhaufen finden. Einer davon, der offene Sternhaufen M50, ist schon im berühmten Katalog von Charles Messier aus dem 18. Jahrhundert verzeichnet. Etwa 100 Sonnen bilden hier eine Sternfamilie. „Heutzutage ist jedoch ein Sternhaufen mit der Nummer NGC 2244 bekannter“, erläutert Ullrich. Dieser liege nämlich inmitten des prächtigen „Rosettennebels“, der doppelt so groß wie der Vollmond erscheint. „Dieses Himmelsobjekt ist eine riesige Gaswolke, die von den jungen Sternen des Sternhaufens zum Leuchten angeregt wird“, schildert Ullrich das kosmische Zusammenspiel. Im Teleskop kann man die Sterne und die hellsten Teile des Gasnebels erkennen. Die gesamte Ausdehnung und die prächtige Farbgebung treten hingegen erst auf langbelichteten Fotos hervor. „Die Sonnen erscheinen dann wie Juwelen auf rotem Samt“, so Ullrich.Besucher der Sternwarte können noch drei weitere Sternhaufen im Einhorn mit dem Teleskop ins Visier nehmen. Aber auch zu anderen Himmelsobjekten führen die optischen Streifzüge am Winterhimmel. Beispielsweise sind der große Orionnebel oder der Ringplanet Saturn zu sehen. INFO: Die öffentlichen Beobachtungsabende der Laupheimer Sternwarte sind bei klarem Himmel mittwochs und freitags ab 20 Uhr. Die Sternwarte befindet sich beim Planetarium in der Milchstraße 1 (ehemals Parkweg 44). Thomas Freidank (tf) Bild 1 Der „Rosettennebel“, in den ein Sternhaufen eingebettet ist, ist das prächtigste Himmelsobjekt im Sternbild Einhorn. Foto: Manfred Konrad, Volkssternwarte Laupheim1 **************************************************************************** Autor: Thomas Freidank (tf) Ihr Partner: T. Freidank Datum: 29.01.2009 Telefon: 07392/91059 Medienkontakte: 07392/168028, 07392/91057 Fax: 07392/91058 Adresse: Milchstraße 1 (Ehemals Parkweg 44), 88471 Laupheim E-Mail: presse@planetarium-laupheim.de