Volkssternwarte Laupheim e.V. Planetarium Laupheim Pressemitteilung Wissenschaft aus erster Hand Bilder vom Roten Planeten LAUPHEIM (tf) – Seit Anfang 2004 begeistern immer neue Bilder der europäischen Sonde „Mars Express“ Wissenschaft und Öffentlichkeit. „Vater“ der bahnbrechenden Stereokamera, die diese Ansichten ermöglicht, ist Professor Gerhard Neukum von der Freien Universität Berlin, einer der weltweit renommiertesten Planetenforscher. Er präsentiert am 4. Mai im Laupheimer Kulturhaus atemberaubende Ansichten des Roten Planeten und berichtet aus erster Hand von einem deutschen „High-Tech-Projekt“. Neukum hat nicht nur die hochauflösende Stereokamera der „Mars-Express-Sonde“ entwickelt, er leitet auch die Auswertung der Bilder vom Roten Planeten. Und die haben es in sich: ganz neue perspektivische Ansichten der Marsoberfläche vermitteln uns die Planetenforscher. Im Lauf der kommenden Jahre wird der komplette Planet  in 3D und Farbe erfasst werden. Dabei darf man auf einige wissenschaftliche Überraschungen gefasst sein.Bereits in den ersten eineinhalb Jahren des Projekts gab es völlig neue Erkenntnisse über unseren Nachbarplaneten. So wurden geologisch junge vulkanische Aktivitäten von Vulkanen entdeckt, die möglicherweise noch aktiv sind, während die Forscher die Feuerberge zuvor für seit 100 Millionen Jahren erloschen gehalten hatten. Aufsehenerregend waren im Februar Bilder eines zugefrorenen Gewässers von der Größe der Nordsee, auf dessen Oberfläche riesige Schollen von Packeis zu sehen sind. „Mars-Express“ ermöglicht auch einen Blick in die Vergangenheit des Mars. Bilder zeigen, dass vor Tausenden von Millionen Jahren einmal flüssiges Wasser auf der Oberfläche existiert hat. Gigantische Wasserfälle strömten über bis zu 4000 Meter hohe Klippen und speisten Seen im Tal. Später, als der Planet sich abkühlte, froren die Seen zu, und es entstanden Gletscher, welche die Oberfläche des Mars weiter formten.Neukum wird in seinem allgemeinverständlichen Vortrag die neuesten Bilder und Ergebnisse der europäischen Mars Express Mission vorstellen und auch die Technik der bahnbrechenden Stereokamera und die Bildanalyse erläutern.Die CCD-Elektronik der hochauflösenden Kamera wurde nur wenige Kilometer von Laupheim entfernt entwickelt und gebaut: von der Firma „Lewicki Microelectronic“ in Oberdischingen, die auf hochkomplexe Schaltungen für Luft- und Raumfahrt spezialisiert ist.Der Besuch des weltweit bekannten Planetenforschers findet im Rahmen einer Vortragsreihe der Volkssternwarte Laupheim statt, die damit Wissenschaft allgemeinverständlich und „aus erster Hand“ präsentieren möchte. Anlass ist das 30-jährige Bestehen der Laupheimer Sternwarte und der 15-jährige Betrieb des Planetariums. INFO: Der Vortrag beginnt am 4. Mai um 20 Uhr im Kulturhaus Schloss Großlaupheim. Karten kosten im Vorverkauf 7 Euro, an der Abendkasse 9 Euro. Vorverkauf über die Internetseite des Planetariums Laupheim unter „www.planetarium-laupheim.de“ oder telefonisch unter 07392/91059, außerdem an der Planetariumskasse und im Kulturhaus. Thomas Freidank (tf) Bild 1 Seit Anfang 2004 begeistern immer neue Bilder der europäischen Sonde „Mars Express“ Wissenschaft und Öffentlichkeit. Fotomontage: ESA1 Bild 2 Professor Gerhard Neukum von der Freien Universität Berlin ist der führende Experte auf seinem Gebiet und stellt seine Arbeit im Laupheimer Kulturhaus vor. Foto: Archiv Neukum2 Bild 3 Die hochauflösende Stereokamera ermöglicht atemberaubende Ansichten der Landschaften auf dem Mars. Foto: ESA/DLR/FU Berlin3 ****************************************************************** Autor: Thomas Freidank (tf) Ihr Partner: T. Freidank Datum: 28.04.2005 Telefon: 07392/91059 Medienkontakte: 07392/168028, 07392/91057 Fax: 07392/91058 Adresse: Parkweg 44, 88471 Laupheim E-Mail: presse@planetarium-laupheim.de