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Vortrags- und Beobachtungsabend:

29.02.2004

Der Katalog des Kometenjägers

LAUPHEIM (tf) - Der französische Astronom Charles Messier schuf im 18. Jahrhundert mit seinem "Messierkatalog" eine herrliche Sammlung von Beobachtungsobjekten für Sternfreunde, die bis heute verwendet wird. Am Freitag, 5. März, ab 20.15 Uhr stellt Henri Ullrich im Laupheimer Planetarium in einem Vortrag die Geschichte des Katalogs und die darin verzeichneten Objekte vor. Einige davon können die Besucher anschließend selbst mit den Teleskopen der Sternwarte beobachten.


Der französische Astronom Charles Messier war einer der erfolgreichsten Kometenentdecker des 18. Jahrhunderts: er entdeckte 21 Schweifsterne. Doch nicht sein Erfolg als Kometenjäger sollte ihn über Jahrhunderte hinweg berühmt machen, sondern ein "Abfallprodukt" dieser Tätigkeit: ein Katalog "nebelartiger" Himmelsobjekte. Wie es zu diesem Verzeichnis kam, erläutert Henri Ullrich in seinem Lichtbildvortrag im Planetarium.
1781 veröffentlichte Messier die Endfassung seines Kataloges mit 103 Objekten, die teilweise von ihm selbst, teilweise von anderen Astronomen entdeckt worden waren. Im 20. Jahrhundert wurde der Katalog von anderen Wissenschaftlern überarbeitet: es wurden Fehler und Doppeleintragungen beseitigt und dafür einige Objekte mit aufgenommen, von denen Beobachtungsprotokolle vorlagen, die jedoch von Messier selbst nicht mehr in das Verzeichnis aufgenommen wurden. Auf diese Weise entstand der heute allgemein akzeptierte Messierkatalog mit 110 Objekten.
Aus heutiger Sicht ist er ein Sammelsurium unterschiedlichster Objekte. Da Messiers Teleskope nicht besser waren als heutige Amateurinstrumente, ist es aber auch eine herrliche Sammlung von Beobachtungsobjekten für Sternfreunde. Deshalb haben sich Messiers Katalognummern mit dem charakteristischen "M", wie beispielsweise M42 für den Orionnebel, oder M31 für die Andromedagalaxie bis heute als gebräuchliche Bezeichnungen unter den Astronomen erhalten. Ullrich stellt in seinem Vortrag die schönsten dieser Objekte vor. Bei klarem Wetter können sich die Besucher anschließend selbst auf die Spuren Messiers begeben und einige dieser Himmelskörper mit den Teleskopen in der Sternwarte beobachten.


INFO:

Karten für den Vortrag am 5. März können unter der Telefonnummer 07392/91059 vorbestellt werden. Auch an den folgenden Beobachtungsabenden der Laupheimer Sternwarte, mittwochs und freitags ab 20 Uhr, werden die "Messierobjekte" gezeigt. Der Vortrag wird jedoch nur am 5. März angeboten.


Thomas Freidank (tf)



Manche Objekte, die Messier als nebelartig verzeichnete, entpuppen sich bei näherem Hinsehen als Sternansammlungen wie hier der Kugelsternhaufen M13.Foto: Manfred Konrad
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Manche Objekte, die Messier als "nebelartig" verzeichnete, entpuppen sich bei näherem Hinsehen als Sternansammlungen wie hier der Kugelsternhaufen "M13".
Foto: Manfred Konrad


  Bei manchen Objekten erkannte der Kometenjäger Messier erst nach längerer Beobachtung, dass er keinen Schweifstern vor sich hatte. Hier der offene Sternhaufen M8 dessen Sterne in eine Gaswolke eingebettet sind.Foto: Manfred Konrad
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Bei manchen Objekten erkannte der Kometenjäger Messier erst nach längerer Beobachtung, dass er keinen Schweifstern vor sich hatte. Hier der offene Sternhaufen "M8" dessen Sterne in eine Gaswolke eingebettet sind.
Foto: Manfred Konrad


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Pressekontakt
Thomas Freidank
(Pressesprecher)

presse@planetarium- laupheim.de


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Charles Messier und seine herrliche Sammlung astronomischer Objekte werden in der Laupheimer Sternwarte vorgestellt. Bild: Michael Bischof
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Charles Messier und seine herrliche Sammlung astronomischer Objekte werden in der Laupheimer Sternwarte vorgestellt. Bild: Michael Bischof