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Neu im Planetarium:

19.01.2004

Der Schwerkraft auf der Spur

LAUPHEIM (tf) - "Warum fällt der Mond nicht auf die Erde?" Die Antwort auf diese Frage suchten Generationen von Denkern. Ab Sonntag, 25. Januar, kann man im Laupheimer Planetarium auf den Spuren berühmter Forscher wandeln. Die neue Sternenshow "Raum in Zeit" nimmt die Besucher mit auf die Jahrhunderte währende Suche nach einem vollkommenen Weltbild, die in den genialen Ideen Albert Einsteins einen vorläufigen Höhepunkt findet.


"Für unser heutiges Weltbild haben sich über Jahrhunderte hinweg viele Forscher ihre Köpfe zerbrochen", sagt Werner Kiesle vom Laupheimer Planetarium. Als Regisseur hat er dafür gesorgt, dass die neue "Sternenshow" diese Entwicklung anschaulich und unterhaltsam aufzeigt.
Ein Hauptthema ist dabei die Schwerkraft. Die Beobachtung, dass alle Dinge von selbst zu Boden fallen, ist den Erdbewohnern seit Urzeiten offensichtlich. Diese Bewegung exakt berechnen zu können, ist jedoch eine anspruchsvolle Sache. Auch der durch Experimente und Beobachtungen berühmte Astronom Galileo Galilei beschäftigte sich mit der Schwerkraft, ohne sie jedoch berechnen zu können. Galilei vertrat zu Beginn des 17. Jahrhunderts zwar vehement das Weltbild des Kopernikus, der die Sonne in der Mitte des Planetensystems sah, er konnte jedoch auch nicht erklären, wieso der Mond nicht auf die Erde fällt.
Erst Isaac Newton veröffentlichte 1687 eine universelle mathematische Beschreibung der Schwerkraft. Nun konnten die Bewegungen der Himmelskörper exakt berechnet werden. Edmond Halley sagte 1705 erstmals korrekt die Wiederkehr des nach ihm benannten Kometen voraus. Newtons Theorie ermöglichte auch die Entdeckung des Planeten Neptun an einer zuvor genau berechneten Stelle.
Albert Einstein setzte den brillanten, aber nur vorläufigen Schlussstrich unter die Entwicklungsgeschichte unseres Modells der Schwerkraft. Die vergängliche Zeit und der ausgedehnte Raum sind im modernen Weltbild untrennbar miteinander verbunden. Im Planetariumsprogramm werden einige der präzisen Vorhersagen aus Einsteins Theorie untersucht. Neben erstaunlichen Bestätigungen bleibt auch die Erkenntnis: Noch viele Fragen sind ohne Antwort. Und der Mond? "Weshalb der Mond nicht auf die Erde fällt, das wissen wir inzwischen und das erklären wir auch im neuen Planetariumsprogramm", versichert Werner Kiesle.


INFO:

Die Sternenshow "Raum in Zeit" ist vom 25. Januar bis 5. Mai zu sehen. Vorführungen sind mittwochs und freitags um 19 und 20.15 Uhr, samstags um 20.15 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen um 14.30 und 16 Uhr. Karten können unter der Nummer 07392/91059 telefonisch vorbestellt werden. Nähere Informationen lassen sich im Internet unter "www.planetarium-laupheim.de" abrufen.


Thomas Freidank (tf)



Die moderne Raumfahrt ist ohne ein exaktes mathematisches Konzept der Schwerkraft nicht möglich. Fotomontage: Andreas Payer, Planetarium Laupheim
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Die moderne Raumfahrt ist ohne ein exaktes mathematisches Konzept der Schwerkraft nicht möglich. Fotomontage: Andreas Payer, Planetarium Laupheim


 
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Thomas Freidank
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Für unser heutiges Weltbild haben sich über Jahrhunderte hinweg viele Forscher ihre Köpfe zerbrochen.Fotomontage: Markus Fulde, Planetarium Laupheim
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Für unser heutiges Weltbild haben sich über Jahrhunderte hinweg viele Forscher ihre Köpfe zerbrochen.
Fotomontage: Markus Fulde, Planetarium Laupheim