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Raumfahrtshow zum Astronomiejahr

04.05.2009

Augen im All

LAUPHEIM (tf) – „Augen im All - Vorstoß ins unsichtbare Universum“ ist der Titel der Multimediaschau, die im Laupheimer Planetarium ab 10. Mai zu sehen ist. Die brandneue Raumfahrtshow wurde mit großem Aufwand von der europäischen Raumfahrtorganisation ESA in Kooperation mit den deutschsprachigen Planetarien produziert.


Damit erleben die Besucher des Laupheimer Sternentheaters eine Ausnahme: üblicherweise werden alle hier gezeigten Programme auch komplett selbst in Laupheim produziert. Doch diesmal hat „ein besonderer Anlass uns auf einen besonderen Weg geführt“, wie der Produktionsleiter des Planetariums, Werner Kiesle, erklärt. Vor genau 400 Jahren eröffnete das neuerfundene Teleskop ungeahnte Einblicke ins All. In Erinnerung an diese Geburtsstunde der modernen Astronomie hat die UNO 2009 zum „Internationalen Jahr der Astronomie“ erklärt. „Dies wiederum war für die europäische Raumfahrtorganisation ESA der Anlass, erstmals eine Planetariumsshow auf die Beine zu stellen“, schildert Kiesle.
Darin wird anschaulich gezeigt, wie Forscher heute den Geheimnissen des Universums auf der Spur sind. Teleskope spielen dabei noch immer eine große Rolle. Doch warum werden diese mit einem Riesenaufwand ins All gebracht?
Die Planetariumsbesucher erfahren die Antwort im europäischen Raumfahrt-Kontrollzentrum in Darmstadt, wo sie den Start einer Ariane-5-Rakete erleben. An Bord sind die modernsten Weltraumteleskope: „Herschel“ und „Planck“.
„Herschel“ wird infrarotes Licht mit seinem 3,5 Meter durchmessenden Spiegel sammeln und ist das größte Weltraumteleskop, das jemals gestartet wurde. Damit können Astronomen Planetensysteme erforschen, die gerade erst geboren werden. Weit zurück, fast bis zur Geburt des Universums, blickt „Planck“. Er soll die geheimnisvolle Hintergrundstrahlung erforschen: Was steckt hinter diesem ältesten Licht des Universums? Die Temperaturunterschiede, die „Planck“ dafür messen soll, bewegen sich im Bereich von einem millionstel Grad.
Die beiden Weltraumteleskope ermöglichen Beobachtungen, die von der Erde aus unmöglich sind, da die Atmosphäre Infrarot- und Mikrowellenstrahlung aus dem All abschirmt. Die Planetariumsbesucher bekommen im neuen Programm aus erster Hand einen Einblick in die aktuellsten europäischen Raumfahrtunternehmen - und auch einen kleinen Vorgeschmack auf die Zukunft: vorgestellt wird das Marsfahrzeug ExoMars, das ab 2017 auf dem Nachbarplaneten nach Leben suchen soll.


INFO:

Die Sternenshow „Augen im All“ ist vom 10. Mai bis 16. September zu sehen. Vorführungen sind mittwochs und freitags um 19 und 20.15 Uhr, samstags um 20.15 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen um 14.30 und 16 Uhr. Weitere Termine im Internet unter „www.planetarium-laupheim.de“ und nach Vereinbarung. Karten können unter der Nummer 07392/91059 telefonisch vorbestellt werden.


Thomas Freidank (tf)

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Thomas Freidank
(Pressesprecher)

presse@planetarium- laupheim.de


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Die neue Raumfahrtshow im Planetarium: die Besucher erleben den Start einer Ariane-Rakete mit den modernsten Weltraumteleskopen an Bord. Fotomontage: Christian Stehle, Planetarium Laupheim
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Die neue Raumfahrtshow im Planetarium: die Besucher erleben den Start einer Ariane-Rakete mit den modernsten Weltraumteleskopen an Bord. Fotomontage: Christian Stehle, Planetarium Laupheim


Das europäische Weltraumteleskop „Herschel“ ermöglicht Beobachtungen, die von der Erdoberfläche unmöglich sind. Grafik: ESA/NASA
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Das europäische Weltraumteleskop „Herschel“ ermöglicht Beobachtungen, die von der Erdoberfläche unmöglich sind. Grafik: ESA/NASA