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Beobachtungsabende der Sternwarte

26.09.2008

Riesenhantel im All

LAUPHEIM (tf) – Mit dem Teleskop kann man nun in der Laupheimer Sternwarte eine riesige Hantel ins Visier nehmen. Die Astronomen bieten ab Oktober wieder regelmäßig mittwochs und freitags ab 20 Uhr öffentliche Beobachtungsabende an.  Einen ausführlichen Überblick über den herbstlichen Sternhimmel gibt Herbert Kiesle am Mittwoch, 1. Oktober, um 20.15 Uhr in einem Vortrag im Planetarium.


Dass das kleine, leuchtschwache Sternbild Füchschen weithin bekannt ist, liegt an einem einzigen Himmelsobjekt: dem sogenannten „Hantelnebel“. Schon mit einem Feldstecher lässt sich dieser hellste „planetarische Nebel“ der nördlichen Hemisphäre auffinden. Diese Bezeichnung ist irreführend. „Statt um einen Planeten handelt es sich um einen alten Stern, der am Ende seines Lebens die äußeren Gashüllen in den Weltraum abgestoßen hat“, erklärt Thomas Tuchan von der Laupheimer Sternwarte. Dies geschah vor rund 20.000 Jahren. Die kurios geformten Gaswolken haben sich seither weiter ausgedehnt und mittlerweile ein Ausmaß, das größer ist als unser ganzes Sonnensystem! Die Kategorisierung als „Planetarischer Nebel“ geht allein auf das Erscheinungsbild in kleineren optischen Instrumenten zurück, das dort an ein Planetenscheibchen erinnert. Wer das Objekt hingegen mit einem Teleskop der Laupheimer Sternwarte betrachtet, erkennt leicht, dass die Form des Nebels an eine Hantel mit zwei Gewichten erinnert. Die Besucher blicken außerdem in die Zukunft: „Auch unsere Sonne wird in fünf Milliarden Jahren auf ähnliche Weise enden wie dieser Stern und könnte dann einem entfernten Beobachter ein ähnliches Bild liefern, wie wir es heute vom Hantelnebel beobachten können“ sagt Tuchan. Gleichzeitig geht der Blick durchs Fernrohr zurück in die Vergangenheit, denn das Licht des Himmelsobjekts ist etwa 1200 Jahre bis zu uns unterwegs. Der französische Astronom Charles Messier hat die Gaswolke im Jahr 1764 mit der Nummer 27 in seinen berühmten Katalog aufgenommen, weshalb es bis heute unter Astronomen auch unter der Abkürzung „M 27“ bekannt ist.
Während eines Beobachtungsabends in der Laupheimer Sternwarte werden stets mehrere Himmelsobjekte mit dem Teleskop anvisiert und erläutert. So kann man im Oktober neben dem Hantelnebel auch die bekannte Andromedagalaxie und andere Galaxien und Sternhaufen sehen.
Einen ausführlichen Überblick über den herbstlichen Sternhimmel kann man auch beim Vortrag von Herbert Kiesle am 1. Oktober bekommen. Unter dem künstlichen Sternhimmel des Sternentheaters erklärt er, wie man die typischen Herbststernbilder finden kann und welche interessanten Himmelsobjekte dort verborgen sind. Anschließend können die Besucher bei klarem Himmel den echten Sternhimmel mit dem Teleskop in Augenschein nehmen.


INFO:

Kartenreservierungen für den Vortrag am 1. Oktober unter Telefon 07392/91059. Die  öffentlichen Beobachtungsabende der Laupheimer Sternwarte, für deren Besuch keine Reservierung notwendig ist, sind bei klarem Himmel mittwochs und freitags ab 20 Uhr. Die Sternwarte befindet sich beim Planetarium in der Milchstraße 1. Nähere Informationen lassen sich im Internet unter „www.planetarium-laupheim.de“ abrufen.


Thomas Freidank (tf)

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Thomas Freidank
(Pressesprecher)

presse@planetarium- laupheim.de


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Der Hantelnebel auf einem langbelichteten Foto. Beim direkten Blick durchs Teleskop sind die Farben nicht wahrnehmbar, aber die hantelförmige Grobstruktur läßt sich gut erkennen. Foto: Manfred Konrad, Volkssternwarte Laupheim
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Der Hantelnebel auf einem langbelichteten Foto. Beim direkten Blick durchs Teleskop sind die Farben nicht wahrnehmbar, aber die hantelförmige Grobstruktur läßt sich gut erkennen. Foto: Manfred Konrad, Volkssternwarte Laupheim