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Beobachtungsabende im Januar:

03.01.2008

Sternfamilien in der Kassiopeia

LAUPHEIM (tf) – Das Sternbild Kassiopeia - der Sage nach die schöne Königin von Äthiopien - gehört zu den markantesten Formationen am Himmel. Bei ihren öffentlichen Beobachtungsabenden im Januar nimmt die Laupheimer Sternwarte dort mittwochs und freitags „Sternfamilien“ mit dem Teleskop ins Visier.


Das Sternbild Kassiopeia ist in jeder klaren Nacht mitten in der Milchstraße gut zu beobachten. Seine auffällige Form, die an ein verschobenes „W“ erinnert, macht es zu einer einprägsamen und leicht wiederzuerkennenden Himmelsfigur. Um die dort verborgenen Sternfamilien, Astronomen sprechen von „offenen Sternhaufen“, betrachten zu können, braucht man jedoch Teleskope oder Feldstecher, wie sie bei den Beobachtungsabenden der Sternwarte zur Verfügung stehen. „Damit sieht man sie strahlen wie Diamanten auf schwarzem Samt in einem Schatzkästchen,“ schwärmt Henri Ullrich von der Laupheimer Sternwarte. „Offen“ heißen diese Sternhaufen, weil ihre Mitglieder recht locker und unregelmäßig verstreut sind. Außerdem, so Ullrich, handelt es sich dabei um junge Sterne, die alle ungefähr gleich alt sind und deshalb eine Art „Familie“ bilden. „Wie auch bei menschlichen Familien gehen die Kinder irgendwann ihre eigenen Wege und die Sternhaufen lösen sich auf“, erläutert Ullrich. Zwei der Sternhaufen wurden schon im 18. Jahrhundert von Charles Messier in seinem berühmten Verzeichnis katalogisiert und sind bis heute unter den Bezeichnungen „M52“ und „M103“ bekannt.
Neben diesen Sternfamilien kann man bei den Beobachtungsabenden in der Laupheimer Sternwarte auch andere Himmelsobjekte mit dem Teleskop in Augenschein nehmen: Überreste explodierter Sterne, Galaxien und den Ringplaneten Saturn, der zur Zeit besonders auffällig strahlt.


INFO:

Die öffentlichen Beobachtungsabende der Laupheimer Sternwarte sind bei klarem Himmel mittwochs und freitags ab 20 Uhr. Die Sternwarte befindet sich beim Planetarium in der Milchstraße 1 (ehemals Parkweg 44).


Thomas Freidank (tf)

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Thomas Freidank
(Pressesprecher)

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„Offene Sternhaufen,“ die glänzen wie edle Steine auf schwarzem Samt, kann man in der Laupheimer Sternwarte durchs Teleskop sehen. Hier „NGC 457“ im Sternbild Kassiopeia. Foto: Thomas Tuchan, Volkssternwarte Laupheim
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„Offene Sternhaufen,“ die glänzen wie edle Steine auf schwarzem Samt, kann man in der Laupheimer Sternwarte durchs Teleskop sehen. Hier „NGC 457“ im Sternbild Kassiopeia. Foto: Thomas Tuchan, Volkssternwarte Laupheim


Die Sternfamilie „M 103“ wurde schon vom berühmten Astronomen Charles Messier im 18. Jahrhundert katalogisiert. Foto: Thomas Tuchan, Volkssternwarte Laupheim
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Die Sternfamilie „M 103“ wurde schon vom berühmten Astronomen Charles Messier im 18. Jahrhundert katalogisiert. Foto: Thomas Tuchan, Volkssternwarte Laupheim