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Beobachtungsabende im Oktober:

28.09.2006

Geflügeltes Ross am Himmel

LAUPHEIM (tf) – Pegasus, das mythische geflügelte Pferd, schwingt sich im Herbst auf zum Firmament. Wo das typische Herbststernbild zu finden ist, kann man sich nun bei den öffentlichen Beobachtungsabenden der Sternwarte zeigen lassen. Einen ausführlichen Überblick über den Herbststernhimmel bietet ein Vortrag am Mittwoch, 4. Oktober, im Planetarium.


Als Sagengestalt aus der griechischen Mythologie ist das geflügelte Pferd Pegasus weithin bekannt. Das gleichnamige Sternbild zeigen die Astronomen in der Laupheimer Sternwarte bei ihren öffentlichen Beobachtungsabenden im Oktober. Denn obwohl es eine der markantesten Herbstkonstellationen ist, lässt sich eine Pferdefigur kaum am Firmament ausmachen. „Man kommt nicht so ohne weiteres darauf, wie man Pegasus erkennen kann“, räumt Herbert Kiesle von der Laupheimer Sternwarte ein. Es ist nämlich ein großes Rechteck aus vier hellen Sternen, nach dem man Ausschau halten muss. Weil diese einprägsame Figur alljährlich im Herbst in günstige Beobachtungsposition rückt, ist sie unter Sternfreunden auch als das „Herbstviereck“ bekannt.
„51 Pegasi“ ist der berühmteste Stern im Pegasus. Er sorgte 1995 für Schlagzeilen, weil er der erste sonnenähnliche Stern war, bei dem ein Planet entdeckt wurde. „Im Teleskop sieht man allerdings nur ein unscheinbares Sternchen leuchten“, berichtet Kiesle. Das fremde Sonnensystem ist so weit entfernt, dass der Planet von zwei Schweizer Astronomen nur mit indirekten Methoden nachgewiesen wurde – gesehen haben auch sie ihn nicht.
Wer trotzdem erfahren möchte, wo der berühmte Stern steht und wie man neben dem Herbstviereck weitere Sternbilder am nächtlichen Himmel findet, kann am 4. Oktober um 20.15 Uhr Herbert Kiesles Vortrag über den Herbststernhimmel besuchen. Die Veranstaltung findet in der Kuppel des Planetariums bei jedem Wetter statt. Ist der Himmel klar, wird anschließend die Sternwarte geöffnet, um das Firmament mit den Teleskopen live in Augenschein zu nehmen.


INFO:

Platzreservierungen für den Vortrag sind unter Telefon 07392/91059 möglich. Die regelmäßigen öffentlichen Beobachtungsabende der Laupheimer Sternwarte sind bei klarem Himmel mittwochs und freitags ab 20 Uhr. Die Sternwarte befindet sich beim Planetarium in der Milchstraße 1 (ehemals Parkweg 44). Nähere Informationen lassen sich im Internet unter „www.planetarium-laupheim.de“ abrufen.


Thomas Freidank (tf)

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Thomas Freidank
(Pressesprecher)

presse@planetarium- laupheim.de


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In alten Sternkarten wurde die Verbindung der Sternbilder zur Mythologie noch anschaulich gemacht. Hier das geflügelte Pferd Pegasus - am Himmel kopfstehend - in einem Beispiel aus dem 17. Jahrhundert. Grafik: Johannes Hevelius
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In alten Sternkarten wurde die Verbindung der Sternbilder zur Mythologie noch anschaulich gemacht. Hier das geflügelte Pferd Pegasus - am Himmel kopfstehend - in einem Beispiel aus dem 17. Jahrhundert. Grafik: Johannes Hevelius