Der Sternhimmel im Februar

Der Mond

Der Erdbegleiter hat zum Februarbeginn bereits die Phase des ersten Viertels (zunehmender Halbmond) einen Tag hinter sich gelassen. Er wandert in der ersten Woche von Sternbild „Widder“ in den „Krebs“, wo er am 7. als Vollmond leuchtet. Eine Woche später erreicht er am 14. in der „Waage“ die Phase des letzten Viertels (abnehmender Halbmond). Die nun immer dünner werdende Mondsichel verschwindet schließlich in der Neumondnacht des 21. vom Firmament. Sie kehrt in den darauffolgenden Tagen wieder an den abendlichen Westhorizont zurück. Am Monatsletzten steht sie im „Stier“ und ist nur noch einen Tag von der Phase des ersten Viertels (zunehmender Halbmond) entfernt.

Die Planeten

Der sonnennächste Planet Merkur kann sich noch nicht aus deren Glanz lösen und bleibt im Februar unsichtbar.

Venus, unser Nachbarplanet im inneren Sonnensystem, ist der erste Lichtpunkt, der in der Abenddämmerung erscheint. Als auffällig strahlender  „Abendstern“ wechselt die Venus im Februar vom „Wassermann“ in die „Fische“. Sie geht am 1. gegen 20.53 Uhr, am 29. erst gegen 22.10 Uhr unter.

Mars, unser Nachbarplanet im äußeren Sonnensystem, wandert von der „Jungfrau“ in den „Löwen“. Er hat inzwischen stark an Helligkeit zugelegt und übertrifft leicht die Helligkeit der Sterne in beiden Sternbildern. Er wird sogar nur noch vom Mond, der Venus, dem Jupiter und Sirius, dem hellsten Stern am Nachthimmel übertroffen. Der rote Planet steigt am Monatsersten gegen 20.39 Uhr über den Osthorizont, am Monatsletzten bereits um 18.04 Uhr.

Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems, steht abends im „Widder“, wo er durch seine große Helligkeit leicht zu finden ist. Der riesige Gasplanet verabschiedet sich am 1. gegen 0.40 Uhr unter den Horizont, am 29. bereits gegen 23.11 Uhr.

Das Verfolgen der feinen Choreographie seiner vier größten Monde ist immer wieder ein faszinierendes Schauspiel: Im Fernglas ergeben die Jupitermonde (in zunehmender Entfernung von Jupiter) Io, Europa, Ganymed und Kallisto ein täglich wechselndes Bild ihrer Stellungen. Der innerste Mond, Io, umkreist den Jupiter in etwa einem Tag. Aufgrund von Gravitationseffekten („Resonanzen“) betragen die Umlaufszeiten von Europa und Ganymed das zwei- bzw. vierfache der Umlaufszeit von Io. Die äußeren Monde Ganymed und Kallisto können sich mit ihren Durchmessern von 5400 km und 4800 km leicht mit dem Erdmond (Durchmesser 3476 km) und sogar mit dem Planeten Merkur (Durchmesser 4878 km) messen!

Saturn, der entlegenste mit bloßem Auge sichtbare Planet, hält sich in der „Jungfrau“ auf. Er schiebt sich am späten Abend über den Horizont, am Monatsersten gegen 0.10 Uhr, am Monatsletzten bereits gegen 22.14 Uhr. In einem kleinen Teleskop zeigt sich die Nordseite seines einzigartigen Ringsystems um 15 Grad gekippt.

Die Fixsterne

Der Fixsternhimmel im Februar trägt noch handfesten Wintercharakter. Allmählich verlagern sich die Klassiker unter den Wintersternbildern vom Süden nach Westen. Sie gruppieren sich rund um das Wintersechseck, das sich zusammensetzt aus sechs markanten Sternen: Sirius im „Großen Hund“, Prokyon im „Kleinen Hund“, Pollux in den „Zwillingen“, Kapella im „Fuhrmann“, Aldebaran im „Stier“ und Rigel im „Orion“.

Zu den interessanten Objekten des Nachthimmels zählt ein nebliger Fleck, der bei guter Sicht bereits mit bloßem Auge unter den drei Gürtelsternen des „Orion“ zu erkennen ist: der Große Orionnebel mit der Messier-Katalogbezeichnung M42. Der Große Orionnebel ist eine gigantische, rötlich leuchtende Wasserstoffwolke, in der neue Sterne geboren werden. Er ist etwa 1600 Lichtjahre entfernt. Dabei entspricht ein Lichtjahr der Strecke, die ein Lichtstrahl in einem Jahr zurücklegt. Für diese riesige Distanz bräuchte ein Porsche-Fahrer mit 300 km/h etwa 3,6 Millionen Jahre.

Sehr auffällig ist auch eine Gruppe von Sternen nordwestlich des Aldebaran, des orangefarbenen Hauptsterns im „Stier“: die Plejaden (M45). Sie sind ein offener Sternhaufen aus etwa 130 jungen, heißen Sternen in 410 Lichtjahren Entfernung.

Bereits in einem kleinen Fernglas sieht man zwischen „Perseus“ und „Kassiopeia“ zwei prächtige offene Sternhaufen: h und Chi Persei. Sie enthalten zusammen etwa 700 Sterne und sind rund 8000 Lichtjahre entfernt.

Im Nordosten erstreckt sich der „Große Bär“. Seine sieben hellsten Sterne werden „Großer Wagen“ genannt. Die Indianer Nordamerikas benutzten den mittleren Deichselstern als Augenprüfer: Mit bloßem Auge sind die eng benachbarten Sterne Alkor und Mizar zu erkennen, die einander umkreisen. Mit dem bekannten Trick, die Verbindung der beiden vorderen Kastensterne des „Großen Wagens“ ungefähr fünfmal zu verlängern, gelangt man zum Polarstern im „Kleinen Bären“. Er gibt die Nordrichtung an und der ganze Sternhimmel scheint sich täglich einmal um ihn zu drehen.





Der Sternhimmel, wie er sich am 1. gegen 23 Uhr, am 15. gegen 22 Uhr und am 29. gegen 21 Uhr (MEZ) zeigt.



Sonnenauf- /untergang
 TagAufg.Unterg.
 22.1.08:0217:02
 29.1.07:5517:13
 5.2.07:4517:24
 12.2.07:3517:36
 19.2.07:2317:47


Der Mond heute


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Beobachtungsabende
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